Anfang Juni hatte ich noch eine Woche Urlaub genommen und nutze diesen nun für Julia. Tatsächlich hatte die Werft Julia inzwischen umgesetzt, so dass ich die offenen Stellen streichen kann.
Kurz anschleifen an den geschweißten stellen, bzw. unter den Pratzen muss der alte Lack noch runter. Das ging schnell, dank der Tercoo Scheiben. Hätte ich diese Teile früher gekannt, wäre mir einiges an nerviger, Kräfte zerrender Arbeit erspart geblieben. Das Streichen der kleinen Stellen geht verständlicher weise recht schnell, und so hatte ich mal wieder Zeit zwischen den einzelnen Anstrichen, um die schöne Landschaft in Schleswig Holstein zu genießen.
Außerdem steht ein Anstrich des Überwasser-Boots an. Da ich den Unterwasser-Anstrich deutlich über die Wasserkante gezogen habe, welcher nicht mit Antifouling bestrichen wird, klafft dort eine Lücke zwischen dem alten weißen Bootsanstrich und dem neuen Antifouling. Aber wie soll Julia in Zukunft aussehen?
Ich habe mich für eine Farbe entschieden, die eher selten in den Häfen zu finden ist.
Türkis soll Julia werden. Doch bevor der Farbwechsel stattfinden kann müssen diese roten, aufgeklebten Streifen runter. Ich hatte am Heck verschiedene Methoden ausprobiert, von Schleifen über Heißluft bis zum Fluchen, nichts hat wirklich gut funktioniert. Nach einiger Recherchezeit habe ich dann eine Art Radiergummi für die Bohrmaschine gefunden. Der CANOPUS Folienradierer hat super funktioniert, die Klebestreifen ging recht zügig ab, hinterlässt aber, wie bei einem Radiergummi, eine Menge Partikel, die überall rumliegen.
Danach stand dem neuen Look von Julia nichts im Wege.
Und so hat Julia zwei türkise Anstriche bekommen. Bevor ich meinen Kram eingepackt habe und der Arbeits-Urlaub sein ende genommen hat.
Nun steht Julia in der Halle im neuen Kleid. Was fehlt sind ein paar Farbakzente am Runpf und der Name muss wieder aufs Boot. Ich habe mich entschlossen, den nicht aufzukleben, sondern mit Schablonen aufzumalen.
Aber das kommt später.
