So sah Julia bei der Übergabe aus.
In


Wer hätte gedacht, das ich mal auf 4,5 Tonnen Stahl stehe. Aber schon beim ersten Besuch fiel mir auf, dass Julia ziemlich groß ist. Ich bin kaum die Leiter hochgekommen, als sie da so in der Halle aufgebockt stand. Insgesamt aber machte das Boot einen gepflegten Eindruck. Ja sie ist über vierzig Jahre alt, und ohne Frage nicht auf dem Stand der Dinge einer modernen Yacht, aber auch das ist Realität, sie kostet so viel weniger Geld. Natürlich weiß man hinterher immer mehr, und ich hätte den Preis noch nach unten korrigieren müssen, aber trotzdem hatte ich kein vergleichbar gut gepflegtes Boot für unter 12.000 Euro irgendwo gefunden. Der Vorbesitzer, ohne Frage ein alter Hase, was segeln angeht und technisch ausgebildet, hat einiges getan, damit Julia ihn als Einhandsegler nicht im Stich ließ. Die Segel sind angezählt, aber mit etwas Glück halten sie noch ein, zwei Jahre und das sollte reichen. Das Rigg ist auch nicht mehr geeignet eine Atlantiküberquerung zu überstehen. Aber die Schlei rauf und runter segeln, sollte noch klappen. Die Innenaufteilung ist OK, das Boot muss von innen überholt werden. Die an die Wände geklebten Teppiche, verbreiten ein Odor, dass empfindlichen Nasen schwer zu schaffen macht. Aber der Motor sieht super aus und ist erst ein paar Jahre alt. Überhaupt hatte ich das Gefühl, die Basics bei diesem Schiff stimmen. Der Rumpf macht einen guten Eindruck. Naja und Stahl ist zwar aufwendiger zu pflegen, wegen dem immer auftauchendem Rost, aber es gibt keine übersehene Osmose, oder schwierig zu reparierende Teile.
Außerdem musste ich grinsen, bei einem Artikel, in der Zeitschrift Palstek, zum Thema Umweltverträglichkeit von Segelbooten. Mal wieder alles richtig gemacht, da schneidet Stahl gegenüber den Plastikschüsseln deutlich besser ab.

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